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neue praxis – Heft 6/2013

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Beiträge

Manfred Liebel/Vanessa Masing

Kinderinteressenvertretung in Deutschland
Was Erwachsene tun können, um Kinder bei der Durchsetzung ihrer Rechte
zu unterstützen (S. 497-519)

Manfred Liebel und Vanessa Masing beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit der Vertretung der Interessen von Kindern in Deutschland. Zunächst legen sie die ihres Erachtens wichtigsten Grundfragen von Kinderinteressenvertretung dar. Nachdem sie daran anschließend einen kurzen Überblick über die Ursprünge der Kinderinteressenvertretungen in Europa gegeben haben, stellen sie verschiedene Ansätze in Deutschland vor und diskutieren diese. Dabei wird auch auf die Frage eingegangen, inwiefern die zur Interessenvertretung geschaffenen Institutionen Beschwerdemöglichkeiten für Kinder vorsehen.

Ursula Tölle

Netzwerke und Kooperationen in der Schulsozialarbeit
Herausforderungen und Chancen für die Koordinierungsstellen (S. 520-536)

Schulsozialarbeit ist trotz langjähriger Praxis nach wie vor ein Handlungsfeld mit besonderer innerer Spannung: Einerseits erweist sie sich in der Praxis, unterstützt durch Theorie und Forschung als notwendig im Sinne eines erweiterten Bildungsverständnisses besonders für Bildungsbenachteiligte; andererseits bleibt sie in ihrem Profil zwischen den Welten von Jugendhilfe und Schule und in der Verschiedenheit der Trägerstrukturen äußerst unklar sowie politisch und finanziell ungesichert. Ursula Tölle benennt in ihrem Beitrag die Herausforderungen für die Koordinierungsstellen und deren Chancen.

Franziska Anna Leers/Judith Rieger

Erfahrungsbasierte Lehre und andere Formen des Service User Involvements als
Ausdruck der partizipativen Wende in der Hochschulbildung im Studiengang Soziale Arbeit in England (S. 537-550)

Seit zehn Jahren werden in England Adressat-Innen Sozialer Arbeit an der Umsetzung von Studiengängen Sozialer Arbeit umfangreich beteiligt. Unter AdressatInnen bzw. »service users« werden in diesem Zusammenhang primär Menschen verstanden, die persönlich Erfahrung mit dem sozialen Hilfesystem gemacht haben bzw. aufgrund benachteiligender Lebenslagen ihren rechtlichen Anspruch auf sozialstaatliche Leistungen wahrnehmen oder wahrgenommen haben. Franziska Anna Leers und Judith Rieger stellen erstmals die Entwicklung der Adressat-Innenbeteiligung bzw. des Service User Involvements (SUI) in der akademischen Ausbildung von SozialarbeiterInnen in England vor.

Gundula Röhnsch/Uwe Flick

»(…) jetzt bin ich am Kopf behindert« – Abhängigkeitsverständnis und -erleben
von russischsprachigen MigrantInnen in Deutschland (S. 551-569)

Abhängigkeitserkrankungen gehören weltweit zu den chronisch-psychischen Krankheiten mit der höchsten Inzidenz. Sie sind auch speziell bei MigrantInnen aus russischsprachigen Ländern vertreten und zeigen oft sehr riskante Konsummuster. Auf der Basis einer laufenden Studie gehen Gundula Röhnsch und Uwe Flick der Frage nach, was russischsprachige MigrantInnen unter einer Abhängigkeit verstehen, ob sie meinen, davon selbst betroffen zu sein, wie sie ihre Abhängigkeit erleben und wie sie sich deren Zustandekommen erklären.

Berichte

Marie Drüge/Karin Schleider

Supervision und Coaching in der Kinder- und Jugendhilfe – Eine qualitative Pilotstudie (S. 570-580)

Hans-Peter Heekerens

Die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland dauert an (S. 581-588)

Hans-Uwe Otto

Haasenburg – Nur ein extremes Beispiel einer geschlossenen Unterbringung oder
Beleg einer kategorial misslingenden Erziehung als freiheitsentziehendes Konzept? (S. 589-599)

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