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neue praxis – Heft 4/2013

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Beiträge

Jo Moran-Ellis

Kinder als soziale Akteure, Agency und soziale Kompetenz:
Soziologische Reflexionen zur Frühen Kindheit (S. 303-321)

In ihrem Beitrag wirft Jo Moran-Ellis die Frage auf, ob das soziologische Argument, Kinder als soziale Akteure zu verstehen, sich für das Studium sehr kleiner Kinder nutzen lässt und untersucht die Grenzen dieses Ansatzes mit Bezug auf Forschungen mit Kindern jedweden Alters. Im Anschluss daran geht es um das Konzept ›soziale Kompetenz‹, das in das Denken über Kinder als soziale Akteure und Fragen von Agency zu inkorporieren ist, um strukturelle und intergenerationelle Dynamiken im Kinderleben stärker in Rechnung zu stellen.

Jo Moran-Ellis

Children as social actors, agency, and social competence:
sociological reflections for early childhood (S. 323-338)

Jo Moran-Ellis paper addresses the question of whether the sociological argument for the legitimacy of understanding children as social actors can be used for the study of very young children and explores the limitations of this approach in relation to research with children of any age. Then he argues that the concept of social competence needs to be incorporated with thinking about children as social actors and questions of agency in order to take the structural and intergenerational dynamics of children’s lives more strongly into account.

Peter-Georg Albrecht

Sagt, wie haltet ihr es mit den letzten Stunden? (S. 339-352)

Peter-Georg Albrecht unternimmt den Versuch, die bisherigen Ansätze ambulanter familienorientierter Hospizarbeit als »Sozialpädagogische Hospizarbeit« zu qualifizieren und damit einen Beitrag zur Etablierung der Hospizarbeit als Handlungsfeld bzw. Methodik der Sozialen Arbeit zu leisten. Damit dies gelingen kann, beziehen sich seine Überlegungen explizit auf einen Bereich der Hospizarbeit, die ambulante familienorientierte Sterbebegleitung sowie die gruppen-bezogene sozialpädagogische Sensibilisierung zu den Themen Pflege, Sterben, Tod und Trauer.

Tobias Ruttert

Konfrontative Pädagogik – eine sozialpädagogische ultima ratio? (S. 353-367)

Die »Konfrontative Pädagogik« stellt sowohl begrifflich als auch inhaltlich eine Kontroverse dar und es bleibt zu fragen, was sich explizit hinter dem Begriff verbirgt. Aufgrund der Tatsache, dass sich nicht nur  die »Konfrontative Pädagogik« an sich, sondern auch das Anti-Aggressivitäts-Training in ihren Grundzügen an die amerikanische Glen Mills Schools orientiert, versucht Tobias Ruttert auf der einen Seite die strukturellen Komponenten der »Konfrontativen Pädagogik« zumindest rudimentär darzustellen, damit sich auf der anderen Seite kritische Elemente herauskristallisieren lassen.

Bericht

Peter Neuenschwander/Rosmarie Ruder

Der Zugang zur Sozialhilfe: Aufnahmeverfahren zwischen Offenheit und Restriktion (S. 368-376)

MA-Forum

Johanna Thoma

Einsamkeit – Blick auf ein multidimensionales Phänomen im Kontext Sozialer Arbeit (S. 377-385)

Interessant und erschreckend zugleich ist, dass die Soziale Arbeit das Thema Einsamkeit kaum kommentiert hat. Dadurch drängt sich für Johanna Thoma die Frage auf, ob Soziale Arbeit bei Einsamkeit überhaupt zuständig ist oder ob sie diesbezüglich einen wichtigen Handlungsauftrag vernachlässigt. In ihrem Artikel wird Einsamkeit als multidimensionales Phänomen im Gegenstandsbereich und Fallverständnis Sozialer Arbeit verortet. Am Beispiel des ambulanten psychosozialen Bereiches werden Leitlinien für den Umgang mit Einsamkeit entwickelt.

Verena Wörmann/Anna Schlichtmann

Inklusion in Bildung und Erziehung – Eine Herausforderung für die Schulentwicklung (S. 386-396)

Vor dem Hintergrund der aktuellen bildungspolitischen Diskussion liegt der Fokus der Ausführungen von Verena Wörmann und Anna Schlichtmann auf dem Bereich der Inklusion in Schulen. Es wird analysiert, welches Verständnis von Inklusion im Bildungssystem vorherrscht und welche Paradigmenwechsel in den Köpfen stattfinden müssten, damit Inklusion umfassend verstanden werden kann. Neben der bildungspolitischen Dimension muss Inklusion auch in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext betrachtet werden und muss noch stärker in den gesellschaftlichen Normen verankert werden. Die Schule, als wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, kann beispielhaft als ein Bereich betrachtet werden, in welchem Inklusion vielfach diskutiert wird.

Nachruf

Reinhard Hörster/Stefan Köngeter/Hans Thiersch

Burkhard Müller (09.05.1939 – 23.05.2013) (S. 397 ff.)

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