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neue praxis – Heft 3/2013

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Beiträge

Hans Thiersch

Soziale Arbeit in den Herausforderungen des Neoliberalismus und der Entgrenzung von Lebensverhältnissen (S. 205-219)

In dem Beitrag von Hans Thiersch geht es um Grundmuster in der Sozialen Arbeit, die die allgemeinen Tendenzen sowie Aufgabenstrukturen bestimmen und notwendig sind, um sich nicht in der Unübersichtlichkeit zu verlieren und damit in der Handlungsfähigkeit gelähmt oder zum Spielball der Tendenzen zu werden, die unter der Unübersichtlichkeit liegen und sich in ihr verstecken. Da Grundmuster nur einen ersten vorläufigen Rahmen zur Orientierung geben und sich verschieben beziehungsweise überlappen, entstehen immer neue Fragen der Bestimmung und Auslegung.

Nicole von Langsdorff

Mädchen auf ihrem Weg ins Heim – Fallrekonstruktive Perspektiven im Kontext von Intersektionalität (S. 220-234)

Der Beitrag Nicole von Langsdorff ist ein Versuch, die Perspektiven auf die Entstehung jugendhilferelevanter Konfliktlagen in Biografien von Mädchen (mit Migrationsgeschichte) um einen mehrdimensionalen Blick auf soziostrukturelle und soziokulturelle Konstellationen im Kontext von Intersektionalität zu erweitern. Wie konkret intersektionale »Wirkprozesse« in kapitalistisch geprägten Gesellschaftsformationen zur Entstehung von jugendhilferelevanten Konfliktlagen (im Migrationskontext) beitragen und welche Veränderungen sich in diesemKontext auf der Interaktionsebene der Subjekte vollziehen, stellt die zentraleFragestellung dieses Beitrags dar.

Melanie Groß/Sonia Kibbel

Urban Gardening als Konzept für die Jugendarbeit in der Postwachstumsgesellschaft (S. 235-245)

Zielsetzung von Melanie Groß und Sonia Kibbel ist es, den Themenkomplex der aktuellen Krisenproblematiken im Hinblick auf die Zukunftsversionen und Lebenschancen von Jugendlichen kursorisch darzustellen und aufzuzeigen, dass dessen Verknüpfung mit der Konzeptualisierung und Standortbestimmung der Jugendarbeit notwendig ist und »fruchtbaren Boden« bieten kann. Um die Handlungsoptionen für Subjekte im Lokalen deutlich zu machen, wird dann als Ausblick abschließend auf das Konzept des Urban Gardening eingegangen.

Burkhard Müller

Professionelle Handlungsungewissheit und professionelles Organisieren Sozialer Arbeit (S. 246-262)

Anknüpfend an eine zumeist vergessene Fachtradition aus den USA der 1930er bis 1940er Jahre, die sich in einer kritischen Auseinandersetzung mit den damals dominierenden Ansätzen eines psychoanalytisch orientierten Casework entwickelte, unternimmt Burkhard Müller den Versuch, den Grundgedanken dieses Konzeptes herauszuarbeiten. Beginnend mit den Fragen zu den Grenzen des Modells, das professionelles Handeln einerseits als »stellvertretende Krisenbewältigung« versteht und diese andererseits unter den Bedingungen der Eingebundenheit in andere Handlungslogiken reflektiert, schließt sich sein Plädoyer an, dass es sich lohnt an jenes historische Alternativmodell neu anzuknüpfen.

Christoph Karlheim/Hermann Steffen

Die fünfte Welle: Selbsthilfe in Deutschland zwischen ›realer‹ und ›virtueller‹ Selbstbezogenheit (S. 263-273)

Christoph Karlheim und Hermann Steffen gehen in ihrem Beitrag zur gesundheitsbezogenen Selbsthilfe den Fragen nach, welche Relation und Differenz sich zwischen der »realen« und »virtuellen« Selbsthilfe in Bezug auf Zielsetzung und Ausgestaltung ihrer Aktivitäten aufzeigen lässt und wie zukünftige Entwicklungslinien in diesem Feld aussehen können. Dabei zeigen sie auf, wie sich erstens die beiden Formen der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe ausdifferenziert haben und zweitens, welche Kooperationen und mögliche Schnittstellen sich heute eröffnen.

MA-Forum

Marie-Therese Reichenbach

Sehen und gesehen werden – Wohnungslosigkeit aus anerkennungstheoretischer Perspektive. Eine theoretische Neubestimmung? (S.274-281)

Berichte

Albert Scherr

Gesellschaftspolitische Orientierungen und Partizipation Jugendlicher und junger Erwachsener: Was erklärt der Migrationshintergrund? (S. 282-288)

Marius Metzger

Entwicklung beruflicher Handlungssicherheit durch die Bearbeitung sozialer Probleme in der Intervision (S. 289-297)

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