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neue praxis – Heft 6/2011

Beiträge

Wohin treibt das KJHG – Aktuelle Tendenzen in Politik und Praxis
(Fortsetzung von Heft 5/2011)

In dieser Ausgabe wird die in Heft 5/11 begonnene Serie mit drei weiteren Beiträgen – nunmehr aus der Perspektive von Jugendamtsleiter(n)/innen – fortgesetzt, die sich intensiv mit den Vorschlägen zur Änderung des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe) unter dem Stichwort »Wiedergewinnung kommunalpolitischer Handlungsfähigkeit zur Ausgestaltung von Jugendhilfeleistungen« auseinandersetzen. Maria Kurz-Adam vertritt den Standpunkt, dass das System der Erziehungshilfen die aktuelle Diskussion nur dann überstehen wird, wenn es sich ihr offen stellt. Der bloße Verweis auf die Bedarfslagen überzeugt nicht, solange er sich an den Inanspruchnahmezahlen der Hilfen misst. Insoweit ist ihrer Meinung nach eine Kritik an einem Hilfesystem, das tendenziell zur Verselbstständigung neigt, gerechtfertigt und notwendig für eine Weiterentwicklung. Mögliche Wirkungszusammenhänge stärker in den Blick zu nehmen und die Ergebnisse der eigenen Arbeit stärker systematisch zu evaluieren, ist eine in den Papieren der SPD-Staatssekretäre formulierte Anforderung an eine moderne Jugendhilfe, die sich einem »effektiven, ziel- und passgenauen Mitteleinsatz« verpflichtet fühlt – letztlich eine Forderung, der sich auch Wolfgang Trede anschließen kann. Nach Stefanie Krüger muss die aktuelle Debatte um Notwendigkeit und Richtung einer Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung dringend in eine fachlich orientierte und differenzierte Diskussion übergeführt werden, die sowohl regionale Phänomene der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe betrachtet als auch die jeweiligen politischen und strukturellen Rahmenbedingungen, die Grundvoraussetzungen für eine qualitätsvolle Arbeit vor Ort sind.

Maria Kurz-Adam

Die Sorge um das Subjekt – Anmerkungen zur aktuellen Steuerungsdebatte in der Kinder- und Jugendhilfe (S. 571-576)

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Wolfgang Trede

Mehr Empirie und mehr Ehrlichkeit! Anmerkungen zur Initiative einiger SPD-Staatssekretäre zur Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung in den Fürsorgestaat? (S. 577-583)

Stefanie KrügeR

Hilfen zur Erziehung – Plädoyer für eine besonnene und differenzierte fachliche Diskussion (S. 584-590)

weitere Beiträge

Horst Bossong

Wohl-Wollen, Staatsauftrag und professionelles Eigeninteresse. Eine Kritik aktueller fachdisziplinärer Maßstäbe in der Sozialen Arbeit (S. 591-617)

Mit seiner Kritik an den aktuellen fachdisziplinären Maßstäben in der Sozialen Arbeit wendet sich Horst Bossong in seinem Aufsatz nicht gegen die in der Praxis Tätigen, sondern gegen die Struktur und Systematik Sozialer Arbeit. In diesem Zusammenhang wirft er u.a. zwei Fragen auf, nämlich die nach den Erwartungen derjenigen Stellen, die diese Arbeit finanzieren sowie administrativ veranlassen und die nach den konkreten Erwartungen und Zielen der potenziellen beziehungsweise leistungsberechtigten Nutzern.

Stefan Faas/Sandra Landhäußer/Rainer Treptow

Offene Angebote in der Eltern- und Familienbildung: Eine empirische Annäherung an ein bisher wenig beachtetes Feld (S. 618-630)

Stefan Faas, Sandra Landhäußer und Rainer Treptow beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit den offenen Angeboten in der Eltern- und Familienhilfe. Dabei wird zunächst Offenheit als spezifische Gestaltungsoption begrifflich bestimmt. Daran schließt die Darstellung einer empirischen Studie an, die sich – im Sinne einer ersten Bestandsaufnahme – Offenen Treffs über die Erfassung ihrer spezifischen Merkmale annähert. Abschließend werden dann ihre Ergebnisse im Hinblick auf eine weitere begriffliche Konkretisierung diskutiert und auf dieser Basis dann Forschungsperspektiven sowie Reflexionspotenziale für eine Praxisentwicklung herausgearbeitet.

Essay

Benno Hafeneger

Pädagogik der Beschämung (S. 631-634)

MA-Forum

Regina Dahm/Tjark Kunstreich

Nähe und Distanz: ein Forschungsprojekt über professionelle Beziehungsgestaltung (S. 635-646)

Berichte

Günter J. Friesenhahn

Mobil sein, vergleichen können, Lernen ermöglichen. Forderungen an die Jugendarbeit im europäischen Kontext (S. 647-655)

Jörg Fischer

Politics of Identity – The Changing Face of Social Work. Tagungsbericht zur 9. Konferenz der International »Social Work & Society« Academy vom 21. bis 26.08.2011 in Hradec Králové/Tschechient (S. 656-657)

Stefan Faas, Sandra Landhäußer und Rainer Treptow beschäftigen sich in ihrem Beitrag mit den offenen Angeboten in der Eltern- und Familienhilfe. Dabei wird zunächst Offenheit als spezifische Gestaltungsoption begrifflich bestimmt. Daran schließt die Darstellung einer empirischen Studie an, die sich – im Sinne einer ersten Bestandsaufnahme – Offenen Treffs über die Erfassung ihrer spezifischen Merkmale annähert. Abschließend werden dann ihre Ergebnisse im Hinblick auf eine weitere begriffliche Konkretisierung diskutiert und auf dieser Basis dann Forschungsperspektiven sowie Reflexionspotenziale für eine Praxisentwicklung herausgearbeitet.

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